Rozznjagd

„Rozznjagd" (auch "Rozznjogd") ist das berühmt-berüchtigte Erstlingswerk des österreichischen Dramatikers Peter Turrini. Das Wort ist die Wiener Mundart für "Rattenjagd". Bei seiner Uraufführung 1971 sorgte das Stück für einen Theaterskandal, gilt heute aber als moderner Klassiker der deutschsprachigen Mundartliteratur.

Häufig gestellte Fragen zur Aufführung

Beginn: jeweils um 19:30 Uhr. Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten ohne Pause.

Premiere: Donnerstag 1. Oktober 2026
Weitere Spieltermine: Freitag 2. Oktober / Donnerstag 8. Oktober / Freitag 9. Oktober / Samstag 10. Oktober

Freie Sitzplatzwahl

Das Ensemble

Es spielen

Kathi Himmel
Alexander Khabir

Leading Team

Bühnenbild und Regie: Günther Hollauf
Ticketing: Bernd Petschnig, Anita Dörfler

Das Stück

Handlung
Ein Paar, das im Stück nur als "Er" und "Sie" bezeichnet wird, hat sein erstes Date an einem ungewöhnlichen Ort: einer städtischen Mülldeponie. Was als unbeholfenes Kennenlernen beginnt, entwickelt sich zu einem radikalen Ritual der Selbstentblößung. Um zu ihrem "wahren Selbst" zurückzufinden, beginnen die beiden, sich systematisch von allen Fassaden der Zivilisation zu befreien. Die Handlung endet abrupt mit ihrer Erschießung.

Zentrale Themen
Das Stück ist eine radikale Kritik an der Wegwerf- und Konsumgesellschaft. Das Paar sieht den Müllberg als perfekten Ort für sein Rendezvous, da er seiner Meinung nach ein "sprechendes Bild des Menschen" ist, dem "alles hineingestopft wird". Turrini inszeniert den Entkleidungsprozess ("Striptease von Körper und Seele") als Akt der Reinigung: die Figuren werfen alles "Falsche" (Schmuck, Kosmetika, Geld, Kunsthaar, Prothesen) von sich, das dem "Richtigen" im Leben zuwidersteht.

Sprache und Ästhetik
Die Uraufführung löste aufgrund der derben, obszönen Ausdrucksweise im Wiener Dialekt einen Skandal aus. Das Publikum wurde von den Figuren als "Ratten", "Dreckfresser" oder "Schwanzgesindel" beschimpft – ein massiver Bruch mit den damaligen Konventionen. Mit dieser rohen, ungeschönten Sprache schuf Turrini ein sozialkritisches "Wutstück" über die Lebensrealität im Wien der späten 1960er-Jahre.

Rezeption
Uraufgeführt wurde "Rozznjagd" am 27. Januar 1971 am Wiener Volkstheater. Von konservativen Kreisen wurde es vehement abgelehnt, für die junge Generation wurde es schnell zu einem Kultstück. Das Stück erlebte weltweit über 100 Neuinszenierungen in mehr als 10 Sprachen und wurde auch als Graphic Novel von Gerhard Haderer adaptiert.

Der Autor


Peter Turrini, österreichischer Dramatiker, geb. 26.September 1944 in Sankt Margarethen (Lavanttal, Kärnten).

Er ist bekannt für seine gesellschaftskritischen und, vor allem in seinen frühen Werken, provokanten Volksstücke.

Rozznjagd ist sein berühmt berüchtiges Erstlingswerk. 
Rozznjagd (auch "Rozznjogd") ist das Wort in Wiener Mundart für "Rattenjagd". Bei seiner Uraufführung 1971 sorgte das Stück für einen Theaterskandal, gilt heute aber als moderner Klassiker der deutschsprachigen Mundartliteratur.

Anfahrt und Parkplätze

Anfahrt: Keutschacher Straße in die Stift-Viktring-Straße
Parkplatz 1: direkt vor dem Gebäude, Parkplatz 2: drei Gehminuten
Durch den Bogengang und durch den Garten gehen, 
Eingang Schulgebäude, links halten